FSM, FSF und Google stellen neue Unterrichtsmaterialien vor

Wettbewerb zur digitalen Schule eröffnet

Unterrichtsmaterialreihe ergänzt um die Themen “Hass in der Demokratie begegnen” sowie “DIY Kultur und Making”
Experten aus Politik und Bildung diskutieren über die Potenziale digitaler Bildung
Wettbewerb für die besten Unterrichtsideen zum Lernen mit und über Medien gestartet

Berlin, 25. November 2015. Mit dem Kooperationsprojekt Medien in die Schule haben die Partner Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen und Google Deutschland 2013 eine Reihe von offenen Unterrichtsmaterialien (OER) zu aktuellen medialen Erscheinungen gestartet. Diese unterstützen Lehrer_innen der Sekundarstufen I und II, Jugendliche bei der kompetenten Nutzung ihrer Leitmedien zu begleiten, für Gefahrenaspekte zu sensibilisieren, ihnen Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln und sie zu animieren, Medien kreativ für die eigenen Zwecke zu nutzen. Mit bereits mehr als 60.000 Downloads konnten bisher zahlreiche Lehrer_innen mit Unterrichtsverläufen, Methodentipps und aktuellen Medienbeispielen unterstützt werden. Um aktuellen Themen Rechnung zu tragen und neue Impulse zu vermitteln wird die Reihe regelmäßig um weitere Inhalte ergänzt. Weitere Unterstützer des Projektes sind Deutschland sicher im Netz, Telefónica Deutschland, Auerbach Stiftung und Amadeu Antonio Stiftung.

Die Unterrichtsmaterialreihe: Ergänzung um zwei neue Themen

Im Rahmen einer Veranstaltung am 24. November wurden zwei neue Publikationen zur bestehenden Reihe hinzugefügt:

  • Die in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung und dem Projekt no-nazi.net erarbeitete Unterrichtseinheit “Hass in der Demokratie begegnen” greift die Erfahrungen und Begegnungen (im Netz) der Schüler_innen mit Rechtsextremismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Hate Speech auf, um Hintergründe und Zusammenhänge zu beleuchten sowie konkrete Reaktions-und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
  • Der Werkzeugkasten “DIY und Making – Gestalten mit Technik, Elektronik und PC” stellt Möglichkeiten zum kreativen Gestalten mit digitalen Geräten und Technologien sowie deren Potenziale für die pädagogische Praxis vor.

Die bisher vorhandenen Unterrichtseinheiten „Einführung in den Jugendmedienschutz“, „Realität und Fiktion in den Medien“, „Nachrichtensendungen verstehen und selbst erstellen“, „Jugend und Internet“ und „Jugend und Handy“ wurden außerdem vollständig aktualisiert.

Paneldiskussion: Potenziale digitaler Bildung in der Schule

Anlässlich der Veröffentlichung diskutierten Saskia Esken (SPD), Sven Volmering (CDU), Dr. Sandra Schön, Salzburg Research Forschungsgesellschaft und Stefan Schober, Oberstufenkoordinator und Lehrer an der Friedensburg Oberschule Berlin über die Rolle digitaler Medien in der Schulentwicklung. Eröffnet wurde der Abend mit einer interaktiven Ausstellung, die Ergebnisse einer im Vorfeld durchgeführten Erprobung der neuen Materialien mit Schüler_innen und Lehrer_innen der Nelson Mandela Oberschule Berlin präsentierte.

Wettbewerb gestartet: Digitales Lernen in der Praxis – Ideen für den Unterricht

Um Lehrer_innen weiter anzuregen, mediale Herausforderungen thematisch wie technisch anzunehmen, haben die Partner den Wettbewerb „Digitales Lernen in der Praxis – Ideen für den Unterricht“ gestartet. Bis zum 30.06.2016 können Projekt-und Unterrichtsideen für das Lernen mit und über Medien eingereicht werden. Eine fachkundige Jury ermittelt die Preisträger, unter denen Sachpreise aus dem Werkzeugkasten “DIY und Making” im Gesamtwert von 8.000 € vergeben werden. Alle Informationen zum Wettbewerb finden sich auf www.medien-in-die-schule.de/wettbewerb . Der Werkzeugkasten „DIY und Making – Gestalten mit Technik, Elektronik und PC“ und die Unterrichtseinheit „Hass in der Demokratie begegnen“ stehen als Download auf www.medien-in-die-schule.de zur Verfügung.

Statements der Partner:

„Wir haben inzwischen neun innovative Unterrichtsmaterialien entwickelt, die ganz praktisch bei der alltäglichen Bewältigung der digitalen Bildung in der Schule unterstützen“, betont Otto Vollmers, Geschäftsführer der FSM, „Vor allem durch das Aufgreifen aktueller und gesellschaftlich debattierter Themen wie z.B. Hass und Hate Speech im Netz tragen wir zur Souveränität von Jugendlichen im digitalen Alltag bei“.

„Vor allem der hohe praktische Anteil unserer Inhalte soll Schüler_innen und Lehrer_innen dazu ermutigen, Medien aktiv und vor allem produktiv zu benutzen. Gerade die beiden neu veröffentlichten Unterrichtsmaterialien zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie wichtig und sinnvoll eine Beteiligung von Jugendlichen in medialen und gesellschaftlichen Debatten ist“, meint Joachim von Gottberg, Geschäftsführer der FSF.

„Mit dem Wettbewerb wollen wir nicht nur die besten Ideen ermitteln und honorieren, sondern Lehrer_innen auch dazu ermutigen, diese zu teilen und im Sinne von OER zugänglich zu machen“, meint Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Verbraucher-und Jugendschutz bei Google Deutschland. „Denn vor allem der große Gestaltungsspielraum durch Lehrer_innen und das Veränderungspotential von offenen Bildungsmaterialien ist aus unserer Sicht essentiell für die praktische Ausgestaltung von digitaler Bildung“.

Über die FSM

Die FSM ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz – insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jedermann kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF)

Die FSF ist ein gemeinnütziger Verein und als Organ der Freiwilligen Selbstkontrolle im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) anerkannt. Die FSF wird getragen von den privaten Fernsehanbietern in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits den Jugendschutz im Fernsehen zu verbessern und andererseits durch medienpädagogische Aktivitäten, Publikationen und die Unterstützung von Forschungsarbeiten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern.

www.fsf.de

Google Germany GmbH

Google ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das Menschen neue Zugangsmöglichkeiten zu Informationen gibt. Googles Innovationen im Bereich der Internetsuche und -werbung haben die Google-Startseite zu einer Top-Adresse im Internet und die Marke Google zu einer der bekanntesten der Welt gemacht. Google ist eine Marke der Google Inc.; alle anderen Unternehmens-und Produktbezeichnungen können Handelsmarken der jeweiligen Unternehmen sein, mit denen sie assoziiert sind.

www.google.de

Über die Unterstützer:

Auerbach Stiftung

Mehr als Sicherheit lautet der Auftrag der Auerbach Stiftung. Die Geschichte der Stiftung ist eng mit der Biografie ihres Gründers Tjark Auerbach verwoben. Die Programme der Avira spenden Schutz nicht nur für die Datenwelt: Von den Produkten für Privatanwender, die über den Onlineshop der Avira verkauft werden, fließen jeweils fünf Euro in Stiftungsprojekte.

www.auerbach-stiftung.de

Telefónica Germany

Telefónica Germany GmbH & Co. OHG gehört mit seinem Mutterkonzern Telefónica Deutschland AG zu Telefónica Europe und ist Teil des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica S.A. Das Unternehmen bietet mit der Produktmarke O2 Privat-wie Geschäftskunden in Deutschland Post-und Prepaid-Mobilfunkprodukte sowie innovative mobile Datendienste auf Basis der GPRS-, UMTS-und LTE-Technologie an. Darüber hinaus stellt es als integrierter Kommunikationsanbieter auch DSL-Festnetztelefonie und Highspeed-Internet zur Verfügung. Die mehr als 25 Millionen Kundenanschlüssen von Telefónica Germany werden häufig auch von Kindern und Jugendlichen genutzt. Telefónica Germany setzt sich deshalb aktiv für die Medienkompetenzförderung in Deutschland ein.

www.telefonica.de

Deutschland sicher im Netz

DsiN: Produktneutral und herstellerübergreifend ist Deutschland sicher im Netz e.V. zentraler Ansprechpartner für Verbraucher und mittelständische Unternehmen. Bei DsiN engagieren sich Unternehmen, Vereine und Branchenverbände. Sie leisten mit ihren konkreten Handlungsversprechen einen praktischen Beitrag für mehr IT-Sicherheit. Seit Juni 2007 ist das Bundesministerium des Innern Schirmherr für DsiN.

www.sicher-im-netz.de

Amadeu Antonio Stiftung

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dabei ist es der Stiftung ein wichtiges Anliegen, gleichermaßen gegen Antisemitismus und Rassismus zu arbeiten. Dies tut sie nicht nur offline, sondern insbesondere online mit dem Projekt “no-nazi.net – für Soziale Netzwerke ohne Nazis” und den beiden Informations-Portalen Netz gegen Nazis und Mut gegen rechte Gewalt.

www.amadeu-antonio-stiftung.de