Let me edutain you - Fit für die digitale Welt

Am 22. Mai fand der bereits 15. medien impuls von FSF und FSM statt. Zum Thema „Let me edutain you – Fit für die digitale Welt?“ ging es dieses Mal um Unterhaltungs- und Informationsangebote, besonders für Kinder, und darum, auf welchen Wegen man diese Kindern zugänglich machen kann. Dr. Jürgen Grimm, Professor für Kommunikationswissenschaft am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, verdeutlichte im ersten Vortrag, dass der Unterhaltungswert einer Sendung ganz wesentlich von den Informationen abhängt. Dass Wissensvermittlung in Unterhaltungsformaten eine nicht zu unterschätzende Rolle zukommt, machte auch Dr. Marion Esch, Vorsitzende der Stiftung MINT-Entertainment-Education-Excellence deutlich. In Befragungen von Schülern hatte sie herausgefunden, dass v.a. Fernsehserien eine zentrale Rolle bei der Informationssuche über Berufe zukommt. Speziell mit Apps für Kinder setzte sich Dr. Friederike Siller, Professorin für Handlungsorientierte Medienpädagogik am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln, auseinander. Anschließend stellten eine 10- und eine 11jährige fragFINN-Reporterin die Ergebnisse eines von der FSM durchgeführten App-Testes vor und überzeugten das Publikum durch beeindruckende Medienkompetenz und selbstreflektive Mediennutzung.

Über die Möglichkeiten des mobilen Jugendschutzes informierte Jutta Croll, Geschäftsführung des Zentrums für Kinderschutz im Internet – I-KiZ. Ihr Fazit: Jugendschutzprogramme stellen einen wichtigen Baustein beim Problem des Jugendmedienschutzes bei mobilen Endgeräten.

Die Herausforderungen an einen modernen Jugendmedienschutz im Zeitalter von Konvergenz und mobiler Endgeräte wurden schließlich auch in der folgenden Podiumsrunde kontrovers diskutiert. Weitestgehende Einigkeit bestand darin, dass die Diskussion ganzheitlich geführt werden müsse. Statt Interessen einzelnen Player sollten die Kinder als Zielgruppe stärker in den Blick genommen werden. Es diskutierten Birgit Guth, Leiterin der Medienforschung und des Qualitätsmanagements bei SUPER RTL, Carola Witt, Jugendschutzbeauftragte des NDR und Vorsitzende des Arbeitskreises der Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF, Friedemann Schindler, Leiter von jugendschutz.net, Thomas Jarzombek, Sprecher und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Otto Vollmers unter der Moderation der Journalistin Tanja Samrotzki.