Unbestimmter Rechtsbegriff mit bestimmten Folgen. Der Schutz der Menschenwürde in den Medien

Am 26. November 2014 fand der medien impuls zum Thema „Unbestimmter Rechtsbegriff mit bestimmten Folgen. Der Schutz der Menschenwürde in den Medien" statt. Die zahlreich erschienenen Zuschauer verfolgten interessiert die Programmpunkte und diskutierten intensiv mit über den Schutz unseres höchsten Verfassungsgutes.

Am Anfang der Veranstaltung lieferte Prof. Dr. Dr. Ino Augsberg (Christian-Albrechts Universität zu Kiel) einen Überblick über die verfassungsrechtliche Einordnung der Menschenwürde und zeigte erste Schwierigkeiten bei der eindeutigen Zuordnung von Menschenwürdeverletzungen auf. Dr. Mark D. Cole (Universität Luxemburg) erläuterte im Anschluss die medienrechtlichen Grundlagen im Bereich der Menschenwürde und lieferte so den gedanklichen Übergang zu dem Streitgespräch zwischen Andreas Fischer (Niedersächsische Landesmedienanstalt) und Prof. Dr. Oliver Castendyk (Allianz deutscher Produzenten), die unter der Moderation von Torsten Körner über die unterschiedlichen Ansichten von Aufsicht und Produzentenseite im Bereich des Jugendmedienschutzes diskutierten.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Abfolge von Beispielen aus der Prüfung von FSF und FSM, bei der die Zuschauer ihre Einschätzung über das Vorhandensein einer Menschenwürdeverletzung per Abstimmung geben konnten. Die teilweise überraschenden Ergebnisse entfachten angeregte Diskussionen und zeigten einmal mehr die Schwierigkeit bei der Zuordnung auf diesem Gebiet auf.