Berlin, 14. Dezember 2020. Kinder-Influencerinnen und Kinder-Influencer sind immer häufiger auf sozialen Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram unterwegs. Sie präsentieren sich und ihren Alltag einer großen Menge an Menschen – häufig völlig unreflektiert darüber, welche Informationen sie von sich preisgeben. Aber auch wenn Eltern bei Instagram ein Bild mit ihrem Kind posten oder bei YouTube ein gemeinsames Video veröffentlichen, werden Kinder bereits in jungem Alter zu Akteurinnen und Akteuren im Netz.

Um Kinder vor Gefahren zu schützen und ihre Rechte zu wahren, hat die „Arbeitsgruppe Kinder-Influencing“, die aus sieben interdisziplinären Institutionen der Handlungsfelder Medienpädagogik, Jugendmedienschutz und Kindermedien besteht und von Media Smart e. V. koordiniert wird, umfangreiche Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese sollen es Eltern erleichtern, ihre Kinder im Netz zu begleiten und ihnen einen reflektierten und sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken zu ermöglichen.

Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM:
„Kinder und Jugendliche dürfen und sollen sich online ausprobieren – denn auch das bedeutet positiver Jugendmedienschutz. Besonders wichtig ist hier, dass Eltern ihre Kinder dabei unterstützen und so ein sicheres digitales Umfeld zum Kreativsein schaffen. Die Handlungsempfehlungen geben dazu grundlegende Informationen und Empfehlungen.“

Media Smart Geschäftsführer Michael Haas:
„Wir freuen uns, mit unseren Handlungsempfehlungen zum Kinder-Influencing einen Leitfaden entwickelt zu haben, der es Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, Agenturen und Werbetreibenden ermöglicht, Kinder vor Risiken im Netz zu schützen, ohne ihnen dabei ihren Entfaltungsspielraum zu nehmen.“

Das Dokument steht hier zum Download bereit

Die Arbeitsgruppe
Die Arbeitsgruppe „Kinder-Influencing“ besteht aus Media Smart e. V., der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e. V.), der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e. V. (GMK), jugendschutz.net, der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), dem Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut und SUPER RTL.

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