Technischer Jugendschutz

Internetinhalte, die für Kinder und Jugendliche ab einer bestimmten Altersgruppe problematisch sein können, dürfen nach dem Gesetz nur angeboten werden, wenn der Anbieter sie mit einem technischen Schutzmechanismus absichert. Das Gesetz gliedert grob in zwei Fallbereiche: Inhalte, die besonders gravierend sind, z.B. Pornographie und Extremgewalt, sind in sogenannten geschlossenen Benutzergruppen anzubieten, die eine hohe technische Hürde darstellen. Bei Inhalten, die nicht derart gravierend, aber dennoch problematisch sein können, bestehen für Anbieter drei Möglichkeiten des gesetzeskonformen Verhaltens: Technische Kennzeichnungen, die von Jugendschutzprogrammen ausgelesen und interpretiert werden können, Technische Mittel, die auf unterschiedliche Weisen Zugangshürden schaffen, oder Sendezeitbegrenzungen, die bestimmte Inhalte erst ab einer bestimmten Uhrzeit zugänglich machen – wie man es aus dem Fernsehen kennt.