Statistik Beschwerdestelle 2017

Im Jahr 2017 hat die Beschwerdestelle der FSM insgesamt 5.614 Meldungen erhalten. Das ist eine Steigerung um 21 % gegenüber dem Vorjahr (2016: 4.644 Beschwerden) und zugleich ein historischer Höchststand.

Rund ein Fünftel (21 %) der eingegangenen Hinweise enthielten Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen (2017: 1.155 Beschwerden; 2016: 1.394 Beschwerden). Damit ist der Anteil dieser Meldungen auf ähnlich hohem Niveau geblieben.

Der Anteil der Meldungen mit erwachsenenpornografischen Inhalten ist im Jahr 2017 deutlich angestiegen. Mit rund 24 % (2017: 1.375 Beschwerden; 2016: 718 Beschwerden, 15 % der Gesamtbeschwerden) machen diese Inhalte erstmals den größten Teil der Beschwerden aus. Der Anstieg war insbesondere auf nutzergenerierte Inhalte in sozialen Netzwerken zurückzuführen.

2017 ist die Anzahl der eingegangenen Hinweise über Rechtsextremismus mit 103 Beschwerden (rund 2 % der Gesamtbeschwerden) im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen (2016: 263 Beschwerden; 6 % der Gesamtbeschwerden). Gleiches gilt auch für volksverhetzende Inhalte (2017: 54 Beschwerden, 1 % der Gesamtbeschwerden; 2016: 103 Beschwerden, 2 % der Gesamtbeschwerden). Mutmaßlich liegt der Rückgang daran, dass in sozialen Netzwerken rechtswidrige Inhalte mittlerweile zuverlässiger entfernt werden. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ist nach dem Berichtszeitraum am 1. Januar 2018 in Kraft getreten.