Jahresbericht 2019

FSM wichtige Schnittstelle im sich wandelnden Jugendmedienschutz

Berlin, 9. Juni 2020. Die FSM setzt sich mit ihrer Arbeit dafür ein, dass guter Jugendschutz in Online-Medien noch stärker als zentrales Qualitätsmerkmal wahrgenommen wird. Als Selbstkontrolleinrichtung agiert die FSM dabei unabhängig als Schnittstelle zwischen Anbietern, Nutzerinnen und Nutzern sowie staatlicher Regulierung.

Mit fachlicher Expertise begleitet die FSM Gesetzgebungsprozesse und positionierte sich u.a. zu aktuell geplanten Änderungen im Jugendschutzgesetz (JuSchG) und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Der aktive Jugendmedienschutz wird zunehmend auch als wichtiger gesellschaftlicher Beitrag der Unternehmen anerkannt. Die FSM unterstützte daher ihre Mitgliedsunternehmen und -verbände dabei, die gesetzlichen Bestimmungen umzusetzen und beriet sie zu neuen Entwicklungen und Möglichkeiten im Jugendschutzbereich. Mit zahlreichen medienpädagogischen Projekten und Initiativen förderte die FSM andererseits eine sichere und kreative Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen – und unterstützt so ein wirksames Zusammenspiel von Medienkompetenzförderung und Jugendmedienschutz.

Martin Drechsler, FSM-Geschäftsführer:
„Jugendmedienschutz spielt nun auch wieder in der Tagespolitik von Bund und Ländern eine Rolle – das ist richtig und wichtig. Die Bedürfnisse von Familien und das kreative Potenzial der Anbieter müssen sich hier ausgewogen in einer Regulierung wiederfinden. Unser Engagement gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen verdeutlicht einmal mehr, dass Schutz und ein selbstbewusster, positiver Umgang mit Medien Hand in Hand gehen müssen – und können.“

Internetbeschwerdestelle

2019 bearbeitete die FSM-Beschwerdestelle insgesamt 5.985 Meldungen. Die begründeten Beschwerden über Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen sind innerhalb eines Jahres um mehr als die Hälfte gestiegen (2019: 1.640 Fälle; 2018: 1.069 Fälle). Nach den sinkenden Zahlen der letzten drei Jahre stiegen die Fälle hier erstmals wieder an.
Mehr zur Jahresstatistik finden Sie auf unserer Website.

Jugendgefährdende oder illegale Onlineinhalte (z.B. Volksverhetzung oder Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern) können jederzeit an die Internetbeschwerdestelle gemeldet werden.

Medienbildung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte

Die FSM engagiert sich für eine respektvolle und positive Internetnutzung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Im letzten Jahr wurde das medienpädagogisches Beratungsangebot Elternguide.online komplett überarbeitet: mit neuer Strukturierung, einer Guided Tour und einer inhaltlichen Fokussierung auf zentrale Aspekte konnte das Angebot noch besser an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden. Die Unterrichtsmaterialreihe Medien in die Schule veröffentlichte 2019 die neue Einheit „Machine Learning. Intelligente Maschinen“, um das Thema Künstliche Intelligenz im Unterricht zu behandeln.

Den gesamten Jahresbericht können Sie hier kostenlos herunterladen.

 

 

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz – insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich alle wenden können, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.