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MIRACLE

MIRACLE - Machine-readable and Interoperable Age Classification Labels in Europe

Seit Februar 2014 arbeitet die FSM gemeinsam mit 7 anderen Partnern und unter der Leitung des Hans-Bredow-Instituts an einem Pilotprojekt zu interoperablen Alterskennzeichen (Informationspapier pdf). Das Projekt wird im Rahmen des ICT Policy Support Programmes von der EU-Kommission kofinanziert. Die Projektwebsite finden Sie hier.

Das Ziel des Projektes

Das Ziel des auf zweieinhalb Jahre angelegten Projektes ist es, die elektronischen Daten unterschiedlicher Klassifizierungssysteme technisch untereinander vereinbar, d.h. interoperabel, zu machen, um diese Informationen perspektivisch für einen effektiveren internationalen Jugendschutz fruchtbar zu machen. Hintergrund dieses Zieles ist es, dass es in den meisten Ländern sehr unterschiedliche Systeme zur jugendschutzrechtlichen Bewertung, Freigabe und Kennzeichnung von Medieninhalten gibt. Diese Bewertungen sind meist landesspezifisch, sodass sie international nur wenig Relevanz haben. Die Systeme unterscheiden sich sowohl hinsichtlich möglicher Abstufungen (z.B. Alterskohortierungen), als auch im Hinblick auf die klassifizierten Inhalte sowie die Art der Klassifizierungsinformationen. Neben Informationen zu Altersstufen gibt es z.B. inhaltliche Deskriptoren (z.B. darüber, ob ein Inhalt Sex oder Gewalt enthält). Zudem werden diese Klassifizierungen auf unterschiedliche Art und Weise zur Verfügung gestellt, möglich sind etwa technische Metadaten oder visuelle Informationen zur Aufklärung. Die Menge an derart klassifizierten bzw. altersbewerteten Inhalten nimmt stetig zu und ist gleichzeitig weltweit und eben nicht nur im Herkunftsland verfügbar. Durch das MIRACLE-Projekt sollen diese Informationen einer gemeinsamen Datenstruktur folgen, damit eine Weiterverarbeitung z.B. durch Jugendschutzprogramme standardisiert erfolgen kann. Es soll also kein neues Verfahren für eine Altersbewertung erarbeitet werden, sondern die bestehenden Systeme und das darin vorhandene Bewertungswissen vielmehr grenzüberschreitend nutzbar gemacht werden.

Die Projektpartner

Die Projektpartner kommen aus 5 europäischen Ländern. Neben der FSM und dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung sind an dem Projekt BBFC (British Board of Film Classification, UK), NICAM (Nederlands Instituut voor de Classificatie van Audiovisuele Media, NL), PEGI (Pan European Game Information, BE), NCBI (Národní centrum bezpečnějšího internetu, CZ), JusProg (Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes in den Telemedien e.V., DE) und Optenet (ES) beteiligt.

Funktionsweise von MIRACLE

MIRACLE versteht den Kern des Systems als ein gemeinsames Datenmodell, das offen und technologieneutral gestaltet ist. Neben Altersstufen kann dieses Modell auch Inhaltedeskriptoren und andere Informationen aufnehmen. Bereits bestehende Klassifizierungsinformationen werden dann in das neue Modell überführt („gemappt“) und der praktische Einsatz in den unterschiedlichen nationalen Kontexten entwickelt und umgesetzt. Die in Deutschland bereits bestehende age-de-Kennzeichnung soll – ebenso wie die anderen nationalen Systeme - dabei soweit möglich beibehalten oder erweitert werden; durch die Verwendung eines gemeinsamen Referenzmodells, einer gemeinsamen Syntax, wird eine technische Kompatibilität gewährleistet. Im Ergebnis werden die Informationen der unterschiedlichen Systeme in einem standardisierten Datenmodell abgebildet und so eine maschinelle Verarbeitung der Altersklassifikationen ermöglicht. Filterprogrammhersteller können etwa die im MIRACLE-Datenmodell vorliegenden Informationen aus ganz unterschiedlichen Systemen leichter verarbeiten.

Vorteile

Die Interoperabilität von Klassifizierungsinformationen wird dabei helfen, das bestehende Klassifikationswissen zu nutzen und vorhandene Klassifizierungsdaten zu verbreiten. Durch die im Rahmen von MIRACLE initiierte Konvergenz elektronischer Alterskennzeichen können Anbieter konvergenter Endgeräte (PCs, Tablets, Smartphones, Smart-TVs etc.) die aus unterschiedlichen Systemen und in bisher unterschiedlich übermittelten Altersdaten in einfacher Art und Weise für die Verarbeitung in Jugendschutzinstrumenten ihrer Geräte oder Plattformen nutzen. Auch proprietäre Systeme von Anbietern können (zusätzlich) in das Datenmodell übertragen werden – dadurch ist eine Anpassung an ein neues System nicht mehr nötig, was Investitionssicherheit bringt und das Risiko von Fehlausgaben verringert. Anbieter grenzüberschreitender Angebote haben die Möglichkeit, in ihren Angeboten nationale Besonderheiten abzubilden und potentiell gesetzliche Anforderungen in mehreren Mitgliedsstaaten zu erfüllen. Bestehende Kennzeichnungen können beibehalten werden, da MIRACLE kein neues Klassifizierungssystem darstellt. MIRACLE führt lediglich die Möglichkeit ein, bestehende Systeme miteinander die gleiche Sprache sprechen zu lassen.

ChiPSoM - Child Protection in Social Media

Was wäre das Web ohne Social Media? Aus Jugendschutzsicht sind soziale Netzwerke und nutzergenerierte Inhalte eine große Herausforderung. Im Rahmen von ChiPSoM, einer Unter-AG des Projekts MIRACLE, beschäftigen wir uns mit bereits existierenden Ansätzen von Anbietern, den Bedarfen der Nutzer und Eltern sowie Möglichkeiten, die zahlreichen Schutzansätze technisch interoperabel zu machen. Wir wollen Best Practices identifizieren und Handlungsempfehlungen für Anbieter entwickeln. Mehr über ChiPSoM...

Mögliche Teilnahme

Das Konsortium des von der EU kofinanzierten MIRACLE-Projektes plant, Anbieter zu unterstützen, die das MIRACLE-Datenformat ebenfalls in ihr System integrieren wollen. Dies kann z.B. über die Bereitstellung von Programmierschnittstellen oder Klassifizierungsdaten in kompatiblem Format erfolgen. Sofern Sie Interesse an MIRACLE haben, kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter office@fsm.de.