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Jugendschutz - Was muss ich wissen?

Absolut unzulässige Inhalte

Absolut unzulässige Inhalte

Absolut unzulässige Inhalte nach § 4 Abs. 1 JMStV dürfen von Anbietern gar nicht verbreitet werden, auch nicht an Erwachsene. Es handelt sich hier größtenteils um Inhalte, deren Verbreitung bereits nach dem Strafgesetzbuch (StGB) verboten ist.

Dabei handelt es sich um Angebote, die folgende Inhalte aufweisen:

Propagandamittel/ Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
Gemeint sind hier § 86 und § 86a des StGB. § 86 StGB stellt das Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen unter Strafe. Bei den verbotenen Organisationen handelt es sich im Wesentlichen um verbotene Parteien (KPD), ihre Nachfolgeorganisationen und neonazistische Organisationen (NSDAP, Wiking-Jugend, Blood & Honour u.a.). § 86a StGB untersagt das Verwenden der Kennzeichen dieser Organisationen (z.B. Hakenkreuz). Dazu zählen auch Parolen (z.B. "Meine Ehre heißt Treue") und Grußformen (z.B. "Sieg Heil").
Volksverhetzende Inhalte
Angebote, die zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder die Menschenwürde anderer dadurch angreifen, dass Teile der Bevölkerung oder eine vorbezeichnete Gruppe beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden.
Leugnung / Verharmlosung von nationalsozialistischen Verbrechen
Angebote, die eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Handlung (Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit, § 6 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches) in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, leugnen oder verharmlosen (z.B. Leugnung des Holocaust / Auschwitzlüge).
Unzulässige Gewaltdarstellungen
Hierzu gehören die Schilderungen von grausamen oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt; dies gilt auch bei virtuellen Darstellungen.
Anleitungen zu Straftaten
§ 126 Abs. 1 StGB enthält in den Nummern 1 bis 7 einen Katalog an Straftaten, bei denen es sich größtenteils um Gewalttaten handelt.
Kriegsverherrlichung
Inhalte können kriegsverherrlichend sein, wenn die negativen Folgen von Krieg nicht dargestellt werden, eine gewisse Glorifizierung stattfindet und Krieg als romantisches Abenteuer dargestellt wird.
Darstellungen, die gegen die Menschenwürde verstoßen
Darunter fallen u.a. die Darstellung sterbender oder schwer leidender Menschen, die voyeuristische Darstellung menschlicher Leichen und unter Umständen auch die Kommerzialisierung von Menschen in Unterhaltungssendungen.
Darstellungen Minderjähriger in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung
Erfasst werden Darstellungen sexueller Posen Minderjähriger. Fragen und Antworten zu diesem Thema haben wir in einem Informationstext (pdf) zusammengefasst.
Kinder-, Jugend-, Gewalt- und Tierpornografie
Hier handelt es sich um die sog. harte Pornografie. Das Verbot  der Kinder- und Jugendpornografie bezieht sich auf die Darstellung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und erfasst auch virtuelle Darstellungen (z.B. Comics, Manga). Mehr zu Kinder- und Jugendpornografie (pdf).
Unter gewaltpornografischen Inhalten versteht man die Darstellung von sexuell motivierten Gewalttätigkeiten iSd. § 184a StGB. Inhalte sind tierpornografisch, wenn sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren dargestellt werden.
In Listenteile B und D der BPjM aufgenommene Werke
Listenteil B ist öffentlich, Listenteil D nicht-öffentlich. In den beiden Listen sind Medieninhalte aufgenommen, die nach der Einschätzung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien einen nach § 86 (Verbreiten Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen), § 130 (Volksverhetzung), § 130a (Anleitung zu Straftaten), § 131 (Gewaltdarstellung) oder §§ 184a, 184b des StGB bezeichneten Inhalt haben. Der öffentliche Listenteil B ist in der Zeitschrift BPJM-aktuell veröffentlicht.