FSM-Jahresbericht 2016

Engagement gegen Onlinehass/Jugendschutzlösungen für Unternehmen/Internetbeschwerdestelle und Medienbildung

Berlin, 28. Juni. Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) veröffentlicht heute ihren Jahresbericht 2016 (pdf).

Engagement gegen Onlinehass

Die FSM setzt sich für eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Onlinehass ein (www.fsm.de/hatespeech). Die Strafverfolgung der Täter durch die Justiz, die rechtlichen Rahmenbedingungen durch die Politik, das Engagement der Anbieter sowie breite Aufklärungsangebote und Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz für Nutzer gehören zusammen. Die FSM beschäftigt sich durch die Internetbeschwerdestelle und die Beratung der Mitgliedsunternehmen täglich mit der rechtlichen Einordnung von Onlineinhalten. Als deutsche nationale Kontaktstelle für den europäischen „Code of Conduct on countering online hate speech“ hat die FSM mehrfach Monitorings über die Entfernung von illegalen Inhalten in sozialen Netzwerken durchgeführt.

Unterstützung von Unternehmen im Jugendschutz

Die FSM unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen in allen Aspekten des Jugendschutzes. Bei der rechtlichen, technischen und pädagogischen Bewertung von Inhalten und Diensten sowie der Entwicklung von Produkten und Angeboten bietet die FSM gezielt auf Unternehmen zugeschnittene Informationen, Fortbildungen und Vor-Ort-Beratungen an (www.fsm.de/de/unser-angebot).

Internetbeschwerdestelle

Jugendgefährdende (z.B. Selbstverletzung) oder illegale Onlineinhalte (z.B. Volksverhetzung oder Kinderpornografie) können an die FSM gemeldet werden (www.fsm.de/de/beschwerdestelle/inhalte-melden). Insgesamt bearbeitete die Beschwerdestelle 4.644 Meldungen im Jahr 2016. Die Beschwerdestelle arbeitet eng mit dem Bundeskriminalamt und internationalen Stellen zusammen. 2016 konnten von den in Deutschland gehosteten Kindesmissbrauchsdarstellungen 97 % der Inhalte durch die guten Kooperationen innerhalb einer Woche gelöscht werden. Weitere Informationen zu den Beschwerdezahlen unter www.fsm.de/statistik-beschwerdestelle.

Medienbildung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte

Die Befähigung von Kindern, Jugendlichen, Eltern sowie pädagogischen Fachkräften, Medien kritisch-reflektiert zu nutzen sowie die Information über sichere Mediennutzung und die Aufklärung über Gefahrenpotentiale gehören ebenso zur Arbeit der FSM. Im Unterrichtsmaterialprojekt „Medien in die Schule“ wurde 2016 der „Werkzeugkasten Freie Software“ veröffentlicht (www.medien-in-die-schule.de). Darüber hinaus bietet die FSM mit den Internet Guides für Kids und für Eltern zwei Publikationen, die jeweils zielgruppengerecht aufklären. Mit der Initiative „#NichtEgal“ setzt sich die FSM außerdem gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Digitale Helden für eine demokratische Debattenkultur und gegen Hate Speech im digitalen Raum ein (www.fsm.de/de/kinder-jugendliche#R3_3).

 

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz – insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jedermann kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.