Diskriminierung, Beleidigung und Hass dürfen im Internet keinen Platz haben!

361 Grad Respekt: Bundesfamilienministerin Schwesig diskutiert mit YouTube-Stars und Jugendlichen

Berlin, 22. Januar 2015 ‒ Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, YouTube-Stars und Jugendliche trafen sich heute in Berlin: Beim „361 Grad Respekt“-Summit unter dem Motto „Was macht dich stark gegen Cybermobbing?“ in der Factory Berlin diskutierten sie über Erfahrungen im Umgang mit Cybermobbing und tauschten sich über Möglichkeiten aus, dagegen vorzugehen.

Jugendliche aus Berlin und Gera, die im letzten Jahr an Videocamps im Rahmen des Wettbewerbs „361 Grad Respekt“ auf YouTube teilgenommen hatten, präsentierten ihre Videos. Die Impuls-Spots der Kampagne riefen vor allem Jugendliche auf, sich mit einer eigenen Videobotschaft an der Aktion zu beteiligen. Mehr als zwei Millionen Mal wurden die Aktionsvideos aufgerufen und erreichten damit eine breite Aufmerksamkeit. Die Ministerin, die die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernommen hat, betonte: „Ich freue mich, mit wieviel Engagement und Kreativität die Jugendlichen mit ihren Videos gegen Cybermobbing Farbe bekennen. Im Internet gibt es viel Ausgrenzung und Beleidigungen, auch Diskriminierung und Hass. Gerade, weil sich viele hinter dem Schutz der Anonymität verstecken. Die Jugendlichen setzten ein klares Zeichen: Nein zu Cybermobbing.“

Der 20-jährige Berliner Danny Lange erzählte von seinen Erfahrungen aus dem Videocamp Berlin: „Im Team haben wir schnell zueinandergefunden und konnten unsere eigenen Erfahrungen und Ideen einbringen“. Laura Allenfort, Schülerin aus Gera, schloss sich der Meinung von Lange an und lobte die tolle Zusammenarbeit.

Nilam Farooq besser bekannt als "daaruum" ‒ mit rund 950.000 Abonnenten einer der Top-YouTube-Stars in Deutschland ‒ beteiligte sich an der Diskussion und sprach von eigenen negativen Erfahrungen auf YouTube und dem fehlenden Respekt im Netz: „Das Thema wird immer wichtiger. Ausgrenzung jeglicher Art darf nirgendwo einen Platz haben.“ Die Webvideoproduzentin Marie Meimberg fügte hinzu: „Wir dürfen das Internet nicht mehr als Gegenstück zur ‘echten Welt’ verstehen. Sondern als ein Teil von ihr. Respekt und Toleranz statt Diskriminierung und Hass. Offline und Online.“

Zum Abschluss der Veranstaltung betonte die Ministerin, wie wichtig Angebote der Beratung und Aufklärung auch im Internet seien: „In unserem Zentrum für Kinderschutz im Internet, dem I-KiZ, arbeiten wir daran, den Zugang zu Rat-und Hilfeangeboten zu verbessern. Besonders gut funktioniert Aufklärung aber dann, wenn junge Menschen sie selbst in die Hand nehmen. Denn die Jugendlichen wissen oft am besten, wie sie Gleichaltrige ansprechen können. Ihr habt ein Zeichen dafür gesetzt, dass niemand mit seinen Problemen alleine gelassen wird.“

Eingeladen zum Summit hatten die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) und YouTube. Die FSM initiierte den Wettbewerb „361 Grad Respekt ‒ Der Jugendwettbewerb auf YouTube gegen Ausgrenzung” im letzten Jahr. Otto Vollmers, Geschäftsführer FSM: „Der Wettbewerb hat gezeigt, dass das Netz für junge Menschen auch ein geeigneter Ort für die Auseinandersetzung mit Problemen ist. Es hilft ihnen dabei, Rat, Hilfe und Lösungen zu finden.

Aufgabe der FSM ist, sie dabei zu unterstützen. Wir freuen uns daher, dass die Jugendlichen so beeindruckende Videoergebnisse produziert haben, um auf das Thema Cybermobbing aufmerksam zu machen.“

Auch Sabine Frank, Leiterin Jugendschutz und Medienkompetenz Google Deutschland teilt die Meinung von Vollmers: „Die Bandbreite und Qualität der Wettbewerbsbeiträge ist wirklich erstaunlich.

Wir freuen uns ganz besonders über die zahlreichen Gespräche, die dadurch unter anderem über die Kommentarfunktionen entstanden sind. Der Zuspruch und die Unterstützung, die sehr viele Nutzer hier ausgedrückt haben, zeigen, dass die Diskussion zu diesem Thema wichtig ist und eine respektvolle und füreinander sorgende Gemeinschaft auch online entstehen kann. Mit unseren Diensten möchten wir jedem die Möglichkeit geben, sich auszudrücken, und freuen uns, wenn alle Nutzer sich dabei wohl und sicher fühlen können.”

Über 361 Grad Respekt

Der im letzten Jahr gestartete Wettbewerb „361 Grad Respekt ‒ Der Jugendwettbewerb auf YouTube gegen Ausgrenzung” rief dazu auf, sich aktiv mit dem Thema Mobbing auseinander zu setzen und eigene Videobotschaften oder ein Videostatement auf die 361-Grad-Plattform zu stellen. Jugendliche hatten zusätzlich die Möglichkeit, im Rahmen von deutschlandweit stattfindenden Videocamps die offiziellen Kampagnenspots zu produzieren. Der Initiator der Kampagne ist die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.). Unterstützung erhielt die Kampagne neben der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, von zahlreichen Institutionen, Promis und deutschen YouTube-Stars. Hauptpartner der Aktion ist die Techniker Krankenkasse (TK), mit deren Unterstützung der 361 Grad YouTube-Kanal www.youtube.de/361grad auch im Anschluss an den Wettbewerb als Anlaufstelle für Diskussionen und den Austausch zum Thema Respekt sowie der Förderung von sozialem Engagement, Bildung und Medienkompetenz dient.

Kontakt:

Presse-Team 361 Grad Respekt
a+o Gesellschaft für Kommunikationsberatung mbH
Tel.: +49 (0) 40 / 43 29 44 13
E-Mail: youtube@a-und-o.com