Evaluation des Prüfverfahrens der FSM durch die Freie Universität Berlin
Die FSM hat 2007 die Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, beauftragt, das Prüfverfahren der FSM zu untersuchen und zu evaluieren, um gegebenenfalls Optimierungspunkte aufzuzeigen.
Das Ergebnis der Untersuchung ist sehr positiv ausgefallen. Es bestätigt die hohe Qualität und Praxistauglichkeit des Prüfverfahrens des FSM Beschwerdeausschusses sowie der vom Beschwerdeausschuss zur Beurteilung der Internetangebote auf ihre Jugendschutzkonformität und Fortführung der Spruchpraxis des Beschwerdeausschusses erarbeiteten Prüfgrundsätze der FSM. Weiterhin bescheinigt der Bericht der bei den FSM Prüfverfahren eingesetzten Kommunikationsform des eingesetzten Emailverfahrens, teilweise ergänzt durch telefonischen oder persönlichen Kontakt, gegenüber der sonst in der Praxis von Selbstkontrollen alleinigen Diskussionskultur des persönlichen Treffens als besonders vorteilhaft.
Insbesondere stellt die Untersuchung die gezielte interdisziplinäre Zusammensetzung der einzelnen Prüfausschüsse nach der beruflichen Qualifikation der Prüfer als eine im Vergleich zu anderen Selbstkontrolleinrichtungen Besonderheit heraus, die sich als äußerst sinnvoll und gewinnbringend darstellt.
Ebenfalls wird durch die Evaluation deutlich, dass die Mitglieder des Beschwerdeausschusses die Prüfgrundsätze der FSM grundsätzlich gleichmäßig anwenden.
Einzige Ausnahme: zum Teil wurden unterschiedliche Konzepte der Gefährdungsneigung angewendet, weshalb es dadurch in Einzelfällen auch zu abweichenden Prüfergebnissen kam. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des FSM Beschwerdeausschusses hat daher ein Konzept erstellt, mit dem das Kriterium „Gefährdungsneigung“ systematisch in die Prüfpraxis einbezogen werden kann. Das Konzept wurde in der Ausgabe 06/09 im Jugendmedienschutz-Report vorgestellt. Den JMS-Beitrag können Sie hier als pdf downloaden.
Den gesamten Abschlussbericht können Sie hier als pdf downloaden.
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